Betriebssport: Was bringt die Fitness mit Kollegen?

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Der Job ist in erster Linie zum Geldverdienen da! Dieser Grundsatz spiegelt eine Haltung wider, die heute oft für überholt angesehen wird. Der Beruf gibt über Lohn und Gehalt finanzielle Sicherheit. Inzwischen ist der Job aber häufig weit mehr – im positiven wie auch negativen Sinn. Beschäftigte ziehen aus der Bestätigung am Arbeitsplatz einen Teil ihrer Motivation, die sie am Ende mit nach Hause nehmen. Auf der anderen Seite wirkt Stress nicht nur im Büro. Betroffene nehmen die Belastungen mit nach Hause.

Letztlich kann der Druck, welcher auf Arbeitnehmern lastet, krank machen. Keine unbedingt neue Erkenntnis. Allerdings ist in der Vergangenheit das Bewusstsein dafür gewachsen, was Stress im Job für Auswirkungen hat. Und Unternehmen sind sich zunehmend auch der eigenen Verantwortung bewusst. Zu den Lösungen gehört Betriebssport. Als Maßnahmen in die betriebliche Gesundheitsförderung eingeflochten, hilft der Sport bei der Verringerung des Krankenstands und der Fehlzeiten. Was springt am Ende für Beschäftigte heraus?

Wie verbreitet ist Betriebssport?

Das Bild der Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung ist nach wie vor eher traditionell geprägt. Der Arbeitgeber ordnet an, Arbeitnehmer führen aus – ohne die Entscheidungen und Vorgaben zu hinterfragen. Allerdings hat dieses Bild Risse bekommen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind in der modernen Arbeitswelt auch Partner. Gerade mit einem sich zunehmend deutlicher abzeichnenden Fachkräftemangels kann es sich kaum noch ein Unternehmen leisten, Beschäftigte „zu vergraulen“.

Betriebssport wäre aus unternehmerischer Sicht eine Option, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. In der Praxis werden die Möglichkeiten des Betriebssports allerdings immer noch selten genutzt. Schätzungen gehen dahin, dass heute circa 320.000 Beschäftigte vom Betriebssport erreicht werden.

Was leistet Betriebssport für den Einzelnen?

Betriebssport hat für Unternehmen und Beschäftigte Vorteile. Wo liegen diese für den Arbeitnehmer im Einzelnen?

  • Gesundheit durch Bewegung: In vielen Berufen ist der Anteil sitzender Tätigkeiten hoch. Dies betrifft Webentwickler genauso wie Sachbearbeiter in Versicherungen oder den Bankkaufmann. Betriebssport kann hier einen sinnvollen Ausgleich schaffen. Auf der einen Seite verbrennt die Bewegung natürlich Kalorien, was dem Gewicht zugute kommt. Auf der anderen Seite wirkt eine Kräftigung der Muskulatur Verletzungen entgegen. Denn Muskeln sind nicht nur für die Bewegung da, sie schützen auch das darunterliegende Gewebe.
  • Gezielt Stress abbauen: Immer wieder neue E-Mails, ständig klingelt das Telefon und der Termin für den Launch des nächsten Projekts rückt näher. In den vergangenen Jahren hat der Stress am Arbeitsplatz zugenommen. Wer die Belastung mit nach Hause nimmt, riskiert Auswirkungen auf die Gesundheit. Stresshormone können zum Beispiel die Gesundheit der Blutgefäße auf Dauer nachteilig beeinflussen. Sport schafft einen Ausgleich – und beugt den Stresshormonen vor. Auf diese Weise trägt Betriebssport zur persönlichen Gesundheit des Einzelnen bei.
  • Sport als Teambuilding: Betriebssport wird heute häufig in Form von Kursen oder Trainingseinheiten für eine Gruppe Mitarbeiter angeboten. Gemeinsam lässt sich der innere Schweinehund überwinden und es ist ein Ansporn, mit anderen zu trainieren. Gleichzeitig entsteht so eine Basis, um gemeinsame Interessen zu finden – etwa für das Thema Sport und Sportwetten in der Freizeit und den Austausch rund um neue Sportwetten-Apps.
  • Baustein der Gesundheitsförderung: Mit Betriebssport bieten Unternehmen einen Ausgleich zur Arbeitsatmosphäre im Büro. Im Idealfall wird der „Work Out“ in eine innerbetriebliche Gesundheitsförderung integriert. Hierzu können Kurse und Schulungen rund um die Themen Ernährung und Stressmanagement gehören. Alle drei Ansätze zusammen bieten Beschäftigten die Möglichkeit, schon am Arbeitsplatz mehr für die eigene Gesundheit zu tun.

Betriebssport: Versichert Sport treiben

Alle bisher genannten Punkte zielen in erster Linie auf einen Aspekt ab: mehr Gesundheit, weniger Fehlzeiten und zufriedene Mitarbeiter. Betriebssport hat einen weiteren indirekten Vorteil, der oft Beschäftigten nicht bewusst ist.

Wer in seiner Freizeit Sport treibt, setzt sich Verletzungsrisiken aus. Gerade wenn ohne Anleitung trainiert und hierdurch zum Beispiel auf ein Erwärmen und die Dehnübungen verzichtet wird, steigt das Risiko für Verletzungen. Aber auch die fehlerhafte Ausführung von Übungen wird zum Problem. Der Betriebssport richtet sein Augenmerk gerade auf das richtige „Sporteln“. Und Mitarbeiter trainieren in einem Umfeld, das den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung genießt.

Hintergrund: Sofern der Betriebssport gewisse Rahmenbedingungen – wie:

  • Regelmäßigkeit
  • betriebliche Veranlassung
  • Ausgleichsfunktion

erfüllt, greift für den Fall der Fälle die gesetzliche Unfallversicherung. Deren Schutz geht über die Behandlung von Unfallverletzungen und Maßnahmen zur Wiedereingliederung weit hinaus. Auf Unfallrenten können vom Träger der Unfallversicherung in Anspruch genommen werden. Diese besondere Stellung des Betriebssports ist vielen Mitarbeitern nicht sofort klar.

Achtung: Für einen wirksamen Schutz spielt es eine Rolle, in welcher Art der Betriebssport ausgeübt wird. Da es um einen Ausgleichscharakter geht, rücken sportliche Leistung und Wettkampforientierung in den Hintergrund. Sollte dies – zum Beispiel im Rahmen von Firmenläufen und Betriebssportfesten nach vorn geschoben werden, kann der Unfallversicherungsschutz möglicherweise entfallen.

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