Der 1. FC Union Berlin – Die Vereinsgeschichte des Zweitligisten

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Union Berlin ist derzeit in aller Munde. Die Mannschaft aus der Hauptstadt spielt eine sensationelle Saison und steht derzeit auf einem Aufstiegsplatz der 2.Bundesliga. Es handelt sich bei Union Berlin jedoch nicht um einen gewöhnlichen Sportverein. Der Verein kann auf eine ereignisreiche Vereinsgeschichte zurückblicken. In Zeiten, in denen immer mehr traditionslose Vereine Erfolg haben, ist es positiv, dass auch mal eine Traditionsmannschaft wie Union Berlin eine Liga dominiert. 

Wieso wetten Fans gern auf den 1. FC Union Berlin?

Der Verein hat heute eine unheimlich stabile und unterstützende Fanbase über all die vielen Jahre erhalten. Selbst bei Auswärtsspielen lockt der Zweitligist teils tausende Fans ins Ausland. In jener Fanbase herrscht auch großes Vertrauen gegenüber dem Verein, weswegen Freunde von Sportwetten gern auf den Fußballclub wetten. Die Wettquoten von Union Berlin sind dahingehend natürlich auch entsprechend gut.

Union Berlin – Eine Vereinsgeschichte mit Höhen und Tiefen 

Der 1. FC Union Berlin wurde 1966 gegründet. Die Heimspiele der Unioner finden seitdem im Stadion An der alten Försterei statt – das größte Stadion Berlins, das ausschließlich für Fußballspiele konzipiert wurde. Nach der ersten Saison (1965/66) erreichten die Unioner Platz eins in ihrer Liga. In der darauffolgenden Saison spielte der Club in der Oberliga und erreichte Platz sechs. Im Sommer 1967 nahm Union Berlin erstmals an einem internationalen Wettbewerb, dem Intertoto-Pokal, teil. Die Berliner spielten in einer Gruppe mit Teplice, GKS Katowice und BK Kopenhagen. Sie erreichten den dritten Platz. 

Während der Saison 1967/68 nahm Union Berlin am Fußball-Wanderpokal teil und gewann gegen Vorwärts Cottbus mit 1:0 Toren. Gegen Energie Cottbus spielten die Unioner zunächst unentschieden, um im anschließenden Wiederholungsspiel mit 1:0 Toren zu gewinnen. Im Viertelfinale des Wanderpokals siegten die Berliner gegen Sachsenring Zwickau, um anschließend im Halbfinale den Stadtrivalen Vorwärts Berlin aus dem Pokal zu werfen. Im Finale gelang ein 2:1-Sieg gegen Carl Zeiss Jena – der erste Pokal in der Vereinsgeschichte war gewonnen. Zwischen 1970 und 1990 wechselten sich bei Union Berlin Höhen und Tiefen regelmäßig ab. Zahlreiche Aufstiege folgten auf Abstiege, und es gelang nicht, sich dauerhaft in der Oberliga festzusetzen. Nach der Deutschen Wiedervereinigung bekam Union während der Saison 1990/91 die Möglichkeit, via Relegation in die 2.Bundesliga aufzusteigen. Erst nach der Saison 1992/93 gelang den Unionern diese Qualifikation.

Nach einer unglücklichen 1:3-Niederlage gegen TB Berlin folgte ein 3:1-Sieg beim Bischofswerdaer FV, die Rückspiele gewann Union beide – 2:1 gegen TB Berlin und 1:0 gegen Bischofswerda. Somit hatte man sich sportlich für die 2.Bundesliga qualifiziert. Am Ende scheiterte jedoch der Aufstieg an bürokratischen Problemen, denn es stellte sich heraus, dass sich in den Lizenzierungsunterlagen des Vereins eine gefälschte Bankbürgschaft befand. Die Enttäuschung der Union-Anhänger war immens. Die Jahrtausendwende begann für Union Berlin mit Furore. In der Saison 2000/01 wurde man Tabellenerster und qualifizierte sich für die 2.Bundesliga. Im DFB-Pokal erreichte man sensationell das Finale gegen Schalke 04 – Die Gelsenkirchener gewannen jedoch mit 2:0 Toren. Da die Königsblauen bereits über die Bundesliga für die Champions League qualifiziert waren, durfte Union Berlin aufgrund der Teilnahme am DFB-Pokalfinale am UEFA-Cup teilnehmen. Dort spielten die Berliner in der ersten Runde gegen den FC Haka Valkeakoski aus Finnland. Das Hinspiel endete unentschieden, im Rückspiel konnten die Unioner einen 3:0-Sieg einfahren. In der zweiten Runde schied man gegen Litex Lovetsch aus Bulgarien aus (0:0, 0:2). Union bestritt drei Spielzeiten in Liga zwei, anschließend stand der Abstieg in die Regionalliga fest.

Dort wurde man nach einer Saison direkt in die Oberliga durchgereicht. Es gelang jedoch wiederum nach einem Jahr die Rückkehr in die Regionalliga. 2008 qualifizierten sich die Berliner für die neu gegründete 3.Bundesliga. Nach einem Jahr gelang der Aufstieg in Liga zwei, wo Union Berlin bis heute spielt. Nachdem es zunächst um den Klassenerhalt ging, steigerte sich Union in der Tabelle zunehmend und spielt diese Saison um den Aufstieg. Aktuell ist man Tabellenzweiter. 

Union Berlin – Wie sehen Aufstellung und Taktik in dieser Saison aus? 

Trainer Urs Fischer lässt seine Mannschaft in diesem Jahr meist in einem 4-3-3-System spielen. Torhüter Rafal Gikiewicz ist unangefochtener Stammspieler und besticht neben Blitzreflexen auf der Linie auch mit modernem Spielaufbau und starker Strafraumbeherrschung. Die Innenverteidigung der Viererkette bilden Marvin Friedrich und Florian Hübner. Beide sind stark im defensiven Zweikampf und verfügen über Stärken im Spielaufbau. Darüber hinaus ist das Duo extrem stark bei Kopfbällen. Ken Reichel hat einen Stammplatz als Linker Verteidiger. Er ist sowohl defensiv als auch offensiv sehr agil und wird stark in den Spielaufbau eingebunden. Rechts in der Viererkette spielt Christoph Trimmel, der gut in der Balleroberung ist und darüber hinaus auch über offensive Stärken verfügt. Im Mittelfeld rotiert Union Berlin häufig. Zuletzt bildeten Manuel Schmiedebach und Grischa Prömel die Doppelsechs und wussten dabei zu überzeugen.

Davor machte Robert Zulj ein extrem starkes Spiel, agierte dynamisch, zweikampfstark und zeigte ein exzellentes Passspiel. Linksaußen stürmt Marcel Hartel, der vom 1. FC Köln nach Berlin gewechselt war und am Jahresbeginn ein Traumtor gegen seinen Ex-Verein erzielte. Hartel ist technisch sehr stark und spielt messerscharfe Zuspiele zu seinen Teamkameraden. Rechtsaußen spielt Carlos Mane, ein Spieler, der Offensivzweikämpfe gewinnt und seine Mitspieler gut in Szene setzen kann. In der Sturmspitze ist Sebastian Anderson gesetzt, der sich wie ein moderner Mittelstürmer bewegt, Löcher für seine Mitspieler reißt, und sowohl mit dem Fuß als auch per Kopf sehr stark im Torabschluss ist. Union Berlin versucht, sehr ballbesitzorientiert zu spielen und steht dennoch kompakt in der Defensive. Es wird immer wieder versucht, über die gefährlichen Flügelspieler Torchancen zu kreieren. In der Defensive agiert man sehr physisch und kompromisslos, was sich beispielsweise beim Sieg gegen Köln gut zeigte.

Der bullige Kölner Jhon Cordoba wurde mit harter Zweikampfführung komplett aus dem Spiel genommen. Man setzte Cordobas physischer Spielweise konsequent eine kompromisslose Zweikampfführung entgegen und hinderte ihn während des gesamten Spiels, seine aktuell starke Torgefahr auszuspielen. Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus auch die enorme Stärke bei Standardsituationen. Im bereits erwähnten Spitzenspiel gegen Köln erzielte Union nach einem Freistoß den entscheidenden Siegtreffer. Auch in zahlreichen weiteren Partien wurden wichtige Treffer per Standards erzielt. 

Union Berlin – Was bringt die Zukunft? 

Die Hauptstädter zeigen sich konstant in guter Form und bezwingen sogar die Top-Teams der 2.Bundesliga – wie zuletzt den 1.FC Köln. Experten sind sich einig, dass Union auch weiterhin sehr gute Chancen auf den Aufstieg haben wird. Die Mannschaft wirkt gefestigt und geschlossen. Leistungsträger befinden sich in guter Form. Einen weiteren Faktor wird die Frage darstellen, wie sich die Konkurrenz um den Aufstieg präsentiert. Vor allem wenn der 1.FC Köln weiter schwache Leistungen zeigt, wird der Aufstieg für Union Berlin zunehmend realistischer.

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