Deutschland bei der Fussball WM ausgeschieden!

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Aus, aus und vorbei! Die deutsche Fussball-Nationalmannschaft muss bei der Weltmeisterschaft in Russland bereits nach der Vorrunde die Koffer packen! Durch eine 0:2 Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea wurde das frühzeitige Aus besiegelt. Doch auch beim verpatzten Auftakt gegen Mexiko und dem knappen Sieg gegen Schweden konnte die Mannschaft nicht überzeugen. Keine klare spielerische Linie, fehlende Motivation und fehlende individuelle Form bei Leistungsträgern wurden häufig als Kritikpunkte angeführt. Die Gründe für das frühe Aus sind vielschichtig.

Özil, Gündogan – „Erdogate“

Ach, schön waren noch die Zeiten, als man sich als deutscher Fan vor der WM mit Nebensächlichkeiten, wie beispielsweise den größten Frisurenkatastrophen der Fussballwelt, oder semi-guten WM-Hymnen, beschäftigen konnte. Diesmal war das leider etwas anders. Die sogenannte „Erdogate-Affäre, um die beiden Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan bestimmte die Vorab-Berichterstattung. Diese Nebengeräusche haben in der Vorbereitung sicherlich nicht zur Ruhe beigetragen. Schon bei den Testspielen gegen Österreich und Saudi-Arabien stand weniger die (auch wenig ansprechende) Leistung der Nationalmannschaft im Fokus. Vielmehr wurde immer wieder darüber diskutiert, warum Özil und Gündogan sich mit dem türkischen Staatspräsidenten ablichten ließen und Entschuldigungen dafür auf sich warten lassen mussten oder sogar ausblieben.

Weltmeister satt vom Titelgewinn 2014

Ein großer Teil der Weltmeister von 2014 stand auch bei der diesjährigen Weltmeisterschaft wieder im deutschen Kader: Özil, Müller, Kross, Khedira, Hummels oder Boateng. Sie alle waren Säulen beim größten Erfolg der Nationalmannschaft in der jüngeren Vergangenheit und sollten es auch in Russland wieder sein. Doch es wurde verpasst auch junge, hungrige Spieler in den Stammkader zu integrieren. Ein Leroy Sane blieb gleich ganz zu Hause. Ein Julian Brandt bekam nur wenig Einsatzzeit, in der er allerdings zu überzeugen wusste. Gleichzeit spielten Akteure wie Thomas Müller oder Mesut Özil weit unter ihren Möglichkeiten. Ein paar Prozent weniger Motivation bei einem Turnier wie der WM machen sich auf dem Platz sofort bemerkbar. Schließlich sind sie Zeiten der vermeintlichen „Kleinen“ vorbei.

Fehlende Achse im deutschen Spiel

Aber einige Leistungsträger haben die Nationalmannschaft mittlerweile auch verlassen. Per Mertersacker, Philipp Lahm, Lukas Podolski oder Bastian Schweinsteiger waren beim Titelgewinn 2014 nicht nur auf dem Platz eine wichtige Stütze. Auch neben dem Platz konnten sie mit Erfahrung auffahren und junge Nationalspieler anleiten. Diese Persönlichkeiten haben in Russland definitiv gefehlt.

Hat sich Jogi Löw verbraucht?

Nun stellt sich die Frage – wer hat an diesem Dilemma Schuld? Hat Jogi Löw die Vorzeichen zu spät erkannt? Konnte er nicht richtig gegensteuern? Mag sein. Allerdings gilt es eine Sache festzuhalten: Jogi Löw hat in den letzten 14 hervorragende Arbeit für den DFB geleistet und eine der erfolgreichsten Ären im deutschen Fussball begründet. Der deustche Fan war verwöhnt: Halbfinale, Finale, Platz 3, der WM-Titel – die Mannschaft hat in den letzten Jahren immer vorne mitgespielt. Die WM in Russland war das erste Turnier, das in der Ära Löw von Misserfolg geprägt war. Jogi Löw wird die Situation analysieren, auswerten und die richtigen Schlüsse ziehen. Denn Fachkompetenz – die kann man dem Bundestrainer wirklich nicht absprechen.

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