Die größten Underdog-Siege im Sport

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Video by theMword23 via YouTube

Die Menschen lieben Geschichten, in denen der Underdog gewinnt. Das ist seit dem Kampf zwischen David und Goliath so und setzt sich bis in die moderne Geschichte des Sports fort. Wir haben uns einige der unglaublichsten Underdogsiege in der Geschichte des Sports angesehen.

The Perfect Season

In der Saison 2007 hatten die New England Patriots im American Football die Chance, eine Perfect Season zu erreichen. Unter einer Perfect Season versteht man eine Saison ohne Niederlage. So etwas war im Profi-Football bis dato nur den Miami Dolphins gelungen. Sie hatten in der Saison 1972 eine Serie von 17:0 Siegen erreicht und damit den Super Bowl gewonnen. Die Patriots standen mit 18:0 Siegen ebenfalls im Endspiel um die Meisterschaft. Gegner im Super Bowl XLII am 3. Februar 2008 waren die New York Giants. Deren Einzug in das Endspiel war schon eine große Überraschung, zählten sie vor der Saison nicht zum Favoritenkreis. Bis in das vierte Viertel hinein sah es auch nach dem erwartet deutlichen Sieg der New England Patriots aus, die mit 14 Punkten führten. Zwei Minuten vor Schluss hatten sich die Giants aber auf vier Punkte herangearbeitet und benötigten einen Touchdown, um das Spiel für sich zu entscheiden. Eli Manning gelangen mehrere sensationelle Spielzüge, dabei ein Pass auf David Tyree, der als „The Catch“ in die Geschichte einging. Tyree fing den Ball mit dem Helm und sicherte den Giants so eine sehr gute Feldposition. Manning warf den entscheidenden Touchdown und die Patriots mussten die Saison mit 18:1 Siegen beenden, dem bittersten Ergebnis der Vereinsgeschichte.

Video by Patrick Johnson via YouTube

Die Niederlage von Iron Mike

In den frühen 1990er Jahren war Mike Tyson der beste Boxer der Welt. Seit er 1985 die Profibühne betreten hatte, stand ein Kampf-Rekord von 37:0 Siegen in seiner Bilanz. Er hatte es drei Jahre in Folge geschafft, dass keiner seiner Gegner länger als fünf Runden gegen ihn bestehen konnte. Daher auch sein Spitzname „Iron Mike“. Sein nächster Gegner war James Douglas. Ein guter Boxer mit einer Bilanz von 30 Siegen in 35 Kämpfen, aber eigentlich keine wirkliche Herausforderung für Mike Tyson. Er war Douglas auf dem Papier so überlegen, dass es fast keine Wetten auf diesen Kampf gab. Die Buchmacher wollten einfach kein Geld auf einen vermeintlich klaren Sieg auszahlen. Sogar in Las Vegas, wo eine Vielzahl von Wetten angeboten wird, gab es nur im Mirage Casino, das seinerzeit von Steve Wynn erbaut wurde, eine Wettquote auf den Kampf. Diese lag bei 42:1 auf Douglas Sieg.

Am 11. Februar 1990 kam es im Tokyo Dome in Japan zum Kampf. Ob Tyson sich auch von den Wettquoten hatte blenden lassen oder einfach nur überheblich war, lässt sich nicht sagen. Auf jeden Fall reiste er mit gut 30 Pfund Übergewicht in Japan an. Trotzdem galt er bis zum ersten Gong noch als Favorit. Das änderte sich mit der ersten Minute des Kampfes, denn James Douglas ging sofort in die Offensive und deckte Tyson mit mehreren Kombinationen ein. Nach neun Runden wurde klar, dass Tyson nur noch durch einen K.O. gewinnen konnte. Entsprechend wild griff er nun an. Douglas wich den Schlägen gekonnt aus und landete selber einen Treffer, der Tyson zu Boden schickte und damit dessen Niederlage besiegelte.

Sieg nach Abpfiff

Auch wenn Rugby in Deutschland kein weit verbreiteter Sport ist, sind die Südafrikaner auch hierzulande als eine der besten Mannschaften der Welt bekannt. 2015 traten die Südafrikaner an, um erneut den Weltcup zu gewinnen. Die ganze Rugbywelt freute sich auf die Spiele gegen Neuseeland und Australien, die traditionell eng und hart umkämpft sind. Auf dem Weg dahin mussten die Südafrikaner in der Gruppenphase unter anderem gegen Japan antreten, einen Underdog im Rugby. Am 19. September 2015 kam es in Brighton zum Aufeinandertreffen der Teams.

Bereits in der ersten Halbzeit leisteten die Japaner deutlich mehr Widerstand als erwartet und konnten mit einem 29:29 in die Pause gehen. In der zweiten Halbzeit dominierten die Südafrikaner dann, konnten aber bis kurz vor Schluss nur mit drei Punkten in Führung gehen. Diese Führung hatten sie auch noch inne, als die Spielzeit abgelaufen war. Im Rugby wird allerdings so lange weitergespielt, bis der aktuelle Spielzug beendet ist. Die Japaner waren in Ballbesitz und versuchten zu punkten. Nach vier Minuten Nachspielzeit gelang ihnen der Durchbruch und sie konnten die entscheidenden Punkte erzielen. Der Außenseiter hatte sich als Stolperstein für den Favoriten erwiesen.

 

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