Leichtathleten – Die besseren Fußballer?

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Seit bekannt wurde, dass der ehemalige Sprinter Usain Bolt mit großer Energie am Aufbau einer zweiten Karriere als Fußballer arbeitet, scheinen die Grenzen zwischen den Sportarten zu verschwimmen. Immer mehr Stimmen werden laut, die in der Leichtathletik die große Nachwuchsabteilung für den Fußball sehen. Doch welche Sportler dieser klassischen Disziplinen wären tatsächlich dazu in der Lage, auch auf dem Rasen Leistung zu bringen?

Athletik wird immer wichtiger


In diesen Tagen steigt das sportliche Niveau im Fußball immer weiter an. Vor allem die Bedeutung der Athletik ist in den vergangenen Jahren sehr stark gestiegen. Ein Profispieler legt innerhalb der 90 Minuten mehr als zehn Kilometer zurück. Beachtlich ist dabei nicht nur die absolute Distanz. Darüber hinaus sind in dieser Strecke zahlreiche kurze Sprints mit abrupten Richtungswechseln enthalten, die den Spieler letztlich herausfordern. Ohne ein gezieltes Training mit verschiedenen Spezialisten, die sich Tag für Tag um die Physis der Spieler kümmern, wäre es gar nicht möglich, diese Leistungen mehrmals pro Woche auf den Platz zu bringen.

Es mangelt am Ballgefühl


Angesichts der großen Bedeutung, welche die Athletik in diesen Tagen hat, wäre es für Leichtathleten gut möglich, den Wechsel in den Fußball zu schaffen. Doch selbst Usain Bolt wird keinen Platz in der Bundesliga finden. Zu hoch ist dort das Niveau bei den unterschiedlichen Klubs. Analysen zu den aktuellen Kräfteverhältnissen finden Sie auf bundesligatrend.de.

Zuletzt spielte Usain Bolt in Australien für die Central Coast Mariners. Doch auch dort kam er letztlich nur bei einem Benifizspiel zum Einsatz. Während er dazu in der Lage war, in jedem Sprint die eigene Stärke unter Beweis zu stellen und sich deutlich mit dem Ball abzusetzen, fehlte es wiederum am sicheren Umgang mit dem Spielgerät. Natürlich ist sein Ballgefühl nicht so ausgeprägt wie das eines Profis, der sich seit seiner Jugend täglich mit dem Ball bewegt und dafür spezielle Einheiten in sein Training integriert.

Gleichsam fehlt es an der Zeit, dieses Defizit wettzumachen. Usain Bolt, der einst schnellste Mann der Welt, ist inzwischen 32 Jahre alt. Ein Fußballer bewegt sich aufgrund der hohen Belastungen zu diesem Zeitpunkt bereits auf das Ende seiner Karriere zu. Obwohl Usain Bolt nach der Meinung vieler Experten noch ein paar Jahre dazu in der Lage wäre, die physischen Belastungen mitzugehen, würde diese Zeitspanne wohl nicht ausreichen, um besser mit dem Ball umgehen zu können.

Das Geld lockt


Sehr früh gab es bereits Spekulationen darüber, dass allein
Puma, der Ausrüster Bolts, für seinen Einstieg in die Welt des Fußballs gesorgt hätte. So lief der Jamaikaner etwa in einem Training von Borussia Dortmund auf. Auch die Schwarz-Gelben besitzen einen langfristigen Vertrag mit dem Partner Puma. So sehr wie dieser spezielle Vertrag könnte das Geld des Fußballs in Zukunft noch weitere Leichtathleten locken. Schließlich ist es selbst im Falle einer sehr erfolgreichen Karriere nicht immer möglich, genügend Vermögen aufzubauen, um alle Tage lang sorgenfrei zu leben. Die hohen Gehälter, die im Fußball durch das große allgemeine Interesse generiert werden können, stellen aus dem Grund einen besonderen Anreiz dar, wie er wohl auch in den kommenden Jahren noch immer eine Rolle spielen wird. Solange es nicht gelingt, die Lücke zwischen den Sportarten zu schließen, bleibt dieser Reiz bestehen.

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