Zu früh gefreut: Athleten und Spieler, die etwas zu selbstsicher waren

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Sport hat auf den ersten Blick sehr viele Gesichter. Es gibt Ballspiele wie Fußball, Ausdauer- und Kraftsporarten wie Marathonrennen oder Gewichtheben, Motorsport wie Autorennen und so viele mehr. Die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen, denn jährlich kommen neue (Trend-) Sportarten hinzu und finden über Zeit ihre eigenen Anhänger. Dennoch haben alle Sportarten eine entscheidende Gemeinsamkeit: Es geht zwar vordergründig um Konkurrenz und den Willen, entweder als Team oder individuell zu gewinnen, aber am Ende soll Sport die Menschen dennoch zusammenbringen. Das gilt nicht nur fürs Mitfiebern für seine Lieblingsmannschaft – auch die reine Schadenfreude kann einen, ob man nun sportbegeistert ist oder nicht, zum Lachen bringen. Sportsgeist hin oder her, hier kommen ein paar kuriose Malheure zum Fremdschämen, wenn sich allzu selbstsichere Sportler zu früh gefreut haben.

Falsche Selbstsicherheit ist etwas, das man nicht nur bei Fans, sondern auch den Sportlern selber findet. So kommt es im Freudentaumel immer wieder mal zu Situationen, bei denen der Gegner unterschätzt wird oder man sich einfach zu früh gefreut hat und schon zum Feiern übergeht, ehe das Spiel oder Rennen wirklich vorbei ist. Bestes Beispiel ist der Torwart, der beim Elfmeterschießen einen Ball gegen seine Torlatte geschossen bekommt, was ihn dazu veranlasst, für seinen Jubel aufzuspringen und aus dem Tor zu rennen, er aber nicht mehr darauf achtet, dass der Ball dann doch noch im Tor landet. Das kann schnell mal peinlich werden und für die potenziellen Abermillionen von Fans weltweit zu einem regelrechten Ärgernis.

Auch auf der Laufbahn finden sich Beispiele von Übermut. So war sich der Franzose Tanguy Pepiot beim 3000-Meter-Hindernisrennen in den USA 2015 so sicher über seinen Sieg, dass er vom Ziel verlangsamte, um sich selber zu feiern, nur um dann im letzten Moment selber überholt zu werden und den Sieg zu verlieren. Demut kann also wirklich als Tugend bezeichnet werden. Dies gilt nicht nur für den Hochleistungssport, sondern für alle Arten von Spielen.

Ein weiteres Beispiel aus dem Poker, bei dem Gestik und Mimik eine sehr starke Rolle spielen, Aspekte, die man heutzutage online trainieren kann. Poker ist im Endeffekt eine Mischung aus statistischer Wahrscheinlichkeit und Psychologie. Die Eigendarstellung ist also ein enorm wichtiger Gesichtspunkt. Im Profipokermatch zwischen Carter Gill und David Paredes lagen die Chancen statistisch bei 97 % für einen Sieg von Gill. Dieser gab sich siegesgewiss und wirkte in dem Match übermütig und arrogant, bis eine Karte aus dem River überraschend seinem Kontrahenten in die Hände spielte und er dennoch das Spiel verlor. Hätte er sich demütiger verhalten und seinen Vorteil vorher nicht genüsslich ausgenutzt, wäre seine überraschende Niederlage nicht plötzlich so peinlich geworden – was man anhand seines Gesichtsausdrucks erkennen konnte. Dennoch blieb sein Gegner Paredes ihm gegenüber sehr sportlich und lobte seine Spielleistung.

Sportlichkeit, Fairness und Respekt gegenüber seinen Gegnern sorgt also dafür, viel mehr Sympathie von Fans zu erhalten, anstatt sich selber künstlich zu erhöhen. Hochmut kommt nämlich vor dem Fall. Schmunzeln lässt sich darüber als Zuschauer allemal, und Schadenfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude – das macht auch vor Weltklasse-Athleten nicht Halt.

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