100 Meilen Berlin – der Mauerweglauf

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100 Meilen – das sind genau 160,9 Kilomteter – durch Berlin: der Mauerweglauf. Hört sich erst einmal etwas verrückt an, wird aber tatsächlich praktiziert. Organisiert wird diese extreme Laufveranstaltung von der LG Mauerweg. Ziel ist es, Sport und Geschichte miteinander zu verbinden. Die Strecke geht entlang der ehemaligen Berliner Mauer. Diese Route wurde zum Gedenken an die Maueropfer auserwählt. Auf der anderen Seite steht natürlich auch der sportliche Anspruch: jede Laufdistanz, die über die rund 42 Kilometer von einem „normalen“ Marathon hinausgeht, bezeichnet man als Ultramarathon. In diese Kategorie gehört also auch der Mauerweglauf. Erstmals ausgetragen wurden die 100 Meilen von Berlin im Jahr 2011. Bei der diesjährigen Auflage, genau 25 Jahre nach dem Mauerfall, geht eine Rekordteilnehmerzahl von 300 Aktiven an den Start. Damit ist der Mauerweglauf einer der größten Ultramarathons in Europa.

100 Meilen von Berlin – Sport trifft Geschichte

Die 100 Meilen stehen vor allem für eine Sache: für die Vereinigung von Sport und Geschichte. Die rund 161 Kilometer führen entlang der ehemaligen Berliner Mauer. Beim Laufen wandern die Gedanken zwangsweise zurück in Zeiten, in denen Berlin eine geteilte Stadt war und viele Menschen ihr Leben lassen mussten. Die Veranstaltung soll an diese Opfern gedenken, eine Tatsache, die dem ausrichtenden Verein LG Mauerweg extrem wichtig ist. Hinzu kommt natürlich der sportliche Gedanke. Mit 300 Teilnehmern ist der Mauerweglauf der größte Ultramarathon in Europa.

Ultramarathon – extreme Herausforderung

Als Ultramarathon bezeichnet man alle Strecken die über die „herkömmlichen“ 42 Kilometer vom „normalen“ Marathon hinausgehen. Eine solch lange Strecke wie bei den 100 Meilen von Berlin verlangt dem Körper natürlich einiges ab. Neben Fitness und Kondition spielt vor allem die mentale Stärke eine entscheidende Rolle. Vielen Sportlern ist es nicht möglich in ihrer Freizeit oder in Sportverein solch extreme Distanzen zu laufen, dazu fehlt ihnen schlicht und einfach die Zeit. Denn Strecken, die über die 100 Kilometer hinaus gehen, läuft man eben nicht mal in 1,2 Stunden. Will man einen Ultramarathon absolvieren, muss man sich daher geistig immer wieder neu motivieren und den inneren Schweinehund überwinden, sonst wird es schwer die Zielflagge zu sehen.

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