Bowling Europameisterschaft – alles andere als Kneipensport

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Vom 6. bis zum 14. Juni 2014 wurde die Bowling Europameisterschaft der Frauen in Berlin ausgetragen. „Bowling Europameisterschaft? So etwas gibt es?“ mögen sich jetzt viele denken… Die Antwort lautet eindeutig JA. Es gibt Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und sogar eine deutsche Bundesliga. Rund 150 Teilnehmerinnen aus 26 Nationen kommen in diesem Jahr zur Bowling Europameisterschaft in die Neue City Hasenheide. Während Bowling in anderen Nationen echter Nationalsport ist, fristet die Sportart in Deutschland eher ein Nischendasein. Oft sehen sich Spielerinnen und Spieler mit dem Vorurteil „Kneipensport“ konfrontiert. Doch will man in der absoluten Weltspitze spielen, muss man hart dafür trainieren. Wir haben uns von den Nationalspielerinnen Laura Beuthner, Patricia Luoto, Birgit Pöppler und Nationaltrainer Peter Lorenz erklären lassen, wie anspruchsvoll der Sport ist und wie sie mit Vorurteilen umgehen.

Bowling Europameisterschaft – Deutschland mit erfolgreicher Historie

Deutschland gehört bei der Bowling Europameisterschaft der Damen immer zum Favoritenkreis. In den letzten Jahren konnten unzählige Medaillen in den verschiedenen Disziplinen gesammelt werden. Egal ob Einzel, Duo oder Team – irgendwo gab es immer etwas abzugreifen für deutsche Bowlerinnen. Der Wettbewerbsnachteil fällt auf den ersten Blick also gar nicht auf, ist aber durchaus vorhanden. Während vor allem in skandinavischen Ländern Bowling echter Volkssport ist und sogar schon in der Schulzeit Pflichtprogramm ist, fristet der Sport in Deutschland ein Dasein fernab von allen Fördergruppen vom Leistungssport. Dies hat verschiedene Gründe: zum einen sind in Deutschland andere Sportarten historisch gesehen größer gewachsen, zum anderen scheuen sich aber auch viele Eltern noch ihr Kind zum Bowling Sportverein zu schicken, denn dem Sport hängt immer noch das Vorurteil eines „Kneipensports“ an.

Vorurteil Kneipensport im Bowling noch weit verbreitet

Mit Vorurteilen haben auch die Spielerinnen aus dem deutschen Nationalkader zu kämpfen. Laura Beuthner, Patricia Luoto und Birgit Pöppler sind 3 von ihnen und alle bestätigen, dass sie immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert werden. Die Wenigsten wissen aber, dass ein hartes Training zum Aufstieg in die internationale Spitze notwendig ist und man den Genuss von Bier tunlichst vermeiden sollte. 5 mal in der Woche und viele Stunden täglich bereiten sich die Nationalspielerinnen auf ein Großereignis wie die Bowling Europameisterschaft vor.

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